Pflanze des Monats

Februar 2018: Die Ölpalme (Elaeis guineensis)

Blütenstand (li.) und Früchte (re.) von Elaeis guineensis


Mit mehr als 2500 Arten kommen Palmengewächse (Arecaceae) vor allem in den Tropen vor. Die Familie ist sehr reich an Nutzpflanzen und schließt u. a. die Dattelpalme und die Kokosnusspalme ein. Die aus den Regenwäldern Westafrikas stammende Ölpalme gehört heute zu den wirtschaftlich bedeutendsten Arten der Arecaceae. Wegen des aus den Früchten und Samen gewonnenen Palmöls/Palmkernöls ist diese Art aus vielen Lebensmitteln und Kosmetikprodukten nicht mehr wegzudenken. Im reifen Zustand sind die Früchte ca. 5 cm lang und rötlich-orange gefärbt. Die Früchte gehen aus einem Blütenstand hervor, der sich aus vielen kleinen männlichen und weiblichen Blüten zusammensetzt. Für die Bestäubung sind spezifische Rüsselkäfer erforderlich.

Ölpalmen besitzen einen bis über 25 m hohen ungeteilten Stamm. Bei den Laubblättern handelt es sich um über 5 m lange Fiederblätter, in deren Achseln oftmals Epiphyten (meist Farne) siedeln. Gegenwärtig befinden sich die größten Anbaugebiete der Ölpalme in Südostasien. Damit sind wir beim Problem: in vielen Regionen werden tropische Regenwälder gegenwärtig durch Ölpalmen-Plantagen ersetzt. Eine Ölpalme befindet sich im hinteren Bereich der Loki-Schmidt-Gewächshäuser.

Ölpalmplantage auf Madagaskar
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