Pflanze des Monats

November 2017: Die Moosfarne (Selaginella sp.)


Zu den Moosfarnen zählt nur die Gattung Selaginella aus der Familie der Moosfarngewächse (Selaginellaceae), die zwischen 600 und 700 Arten einschließt. Die nächsten Verwandten sind die Bärlappe (z. B. die Gattung Lycopodium). Wie alle Farne bilden auch die Moosfarne Sporen aus, die in Sporophyllständen gebildet werden. Typisch ist die Heterosporie, d. h. es sind große, weibliche Megasporen und kleine männliche Mikrosporen vorhanden. Die meisten Moosfarne sind klein bleibende, immergrüne Kräuter, und nur wenige Arten erreichen mehr als 1 m Höhe. An den Sprossachsen befinden sich kleine, schuppenartige Blätter (Mikrophylle), die gegenständig angeordnet sind.

Als Bodendecker in Gewächshäusern und Töpfen sind verschiedene tropische Selaginella-Arten beliebt. Zu ihnen zählt u. a. S. kraussiana, eine Art, die auf den Azoren, den Kanarischen Inseln und in Afrika beheimatet ist. Im Regenwald der Loki-Schmidt-Gewächshäuser bildet die Art einen dichten, grünen Teppich. Eine weitere spektakuläre Art ist S. lepidophylla, die unter dem Namen Unechte Rose von Jericho bekannt ist. Dieser in Trockengebieten u. a. der USA und Mexikos wachsende Moosfarn stellt eine sog. Wiederauferstehungspflanze dar, der nahezu komplett austrocknungstolerant ist. Auch in Rostock sind die ausgetrockneten, kugelförmig eingerollten Pflanzen im Handel erhältlich.

Selaginella sp. auf einem Markt in Pune, Indien
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