Über den Botanischen Garten Rostock

Der Botanische Garten ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Universität Rostock für Forschung, Lehre, Bildung über die Bedeutung biologischer Vielfalt, und Erhaltung seltener Pflanzenarten. Er steht gleichzeitig als Informationsquelle und grüne Oase der Öffentlichkeit zur Verfügung. Auf dem 7,8 Hektar großen Flächendenkmal werden annähernd 10.000 Pflanzenarten in wissenschaftlichen Abteilungen, Biotopanlagen, Gewächshäusern und einem Hochschulgarten biologisch kultiviert.

Kontakt

Tel.: 0381/498-6250
Fax: 0381/498-6253
botanischer.garten(at)uni-rostock.de

Das Freigelände

Das Freigelände des Botanischen Gartens enthält folgende Hauptbereiche: Die Systematische Abteilung und der dazu gehörige Baumgarten (Arboretum) gruppieren die Pflanzen wissenschaftlich gemäß ihrer stammesgeschichtlichen Verwandtschaft und geben Zeugnis von der großen Vielfalt im Pflanzenreich, die auf verschiedenen Entwicklungswegen während verschiedener Epochen der langen Evolution entstanden ist. Die morphologisch-biologische Abteilung stellt verschiedenste Bildungen der Pflanzen in den Vordergrund, die in Anpassung an Umweltbedingungen bestimmte lebenswichtige Funktionen erfüllen, wie Befruchtung durch bestimmte Bestäuber, Samenausbreitung auf bestimmtem Wege oder Schutz gegen Fraß. Hier ist die überlebens- und fortpflanzungssichernde Rolle von Pflanzenorganen Auslöser für die Entstehung sehr vielfältiger, aber auch erstaunlich ähnlicher Baupläne bei verschiedenen Pflanzengruppen.

In anderen Bereichen des Gartens, den Biotopanlagen, dürfen die Pflanzen dagegen ganz natürlich wachsen. Erfordernisse des Standorts und die Konkurrenz untereinander bewirken hier die ausschlaggebenden Faktoren. Neben der Düne spiegeln Nass- und Feuchtwiese, Sandtrockenrasen, Buchenwald und Erlenbruch sowie drei Teiche die Bedeutung des ökologischen Lebensraums für die Entstehung der Vielfalt im Pflanzenreich wider. Im Alpinum ist zu sehen, wie der in der hochmontanen und subalpinen Stufe wirksame Komplex an extremen Umweltfaktoren auf sauer und basisch verwitternden Ausgangsgesteinen eigentümliche und sehr blumenbunte Anpassungen hervor gebracht hat, die auch in systematisch sehr unterschiedlichen Gruppen interessante Ähnlichkeiten zeigen. Kleinere Anlagen sind u. a. die Abteilung der Heil- und Gewürzpflanzen, ein Beet mit geschützten einheimischen Pflanzenarten sowie eine Übersicht über ehemals fremdländische Gemüse- und Zierpflanzen mit Angabe ihres Heimatlandes und den Jahreszahlen ihrer Einführung nach Mitteleuropa.

Die Gewächshäuser

Die Gewächshäuser umfassen Sammlungen tropischer Nutz- und Regenwaldpflanzen, subtropischer Arten aus verschiedenen Wüsten und Halbwüsten der Erde, und mediterraner Arten aus vier Kontinenten. Der geografische Schwerpunkt liegt mit Afrika, Madagskar und den Kanarischen Inseln auf der Alten Welt (Paläotropis).

Alle Gewächshäuser im Botanischen Garten dienen vorrangig der universitären Lehre und Forschung und sind baulich nicht für größeren und anhaltenden Besucherverkehr ausgestattet. Wir bitten um Verständnis, dass sie daher nur dienstags bis donnerstags während der Arbeitszeiten der Gewächshausgärtner und zu den Sonntagsführungen für die Öffentlichkeit geöffnet werden können.